Emma Goldman zum Eigentum!
"Eigentum" bedeutet, über Dinge zu herrschen und andere daran zu hindern, diese Dinge zu benützen. Solange Produktion normaler Nachfrage angepaßt war, konnte institutionell gesichertes Eigentum eine gewisse Daseinsberechtigung haben. Man muß jedoch nur die Wirtschaftswissenschaften befragen, um zu sehen, daß die Produktivität der Arbeit innerhalb der letzten Jahrzehnte so ungeheuer angestiegen ist, daß sie den Bedarf um ein Hundertfaches deckt und das Eigentum nicht nur zu einem Hindernis für menschlichen Wohlstand, sondern zu einer Blockade, ja zu einer tödlichen Barriere für jeglichen Fortschritt werden ließ. Die private Herrschaft über Dinge verdammt Millionen von Menschen zu bloßen Nichtigkeiten, zu lebenden Leichnamen ohne Originalität oder Kraft zur Initiative, zu menschlichen Maschinen aus Fleisch und Blut, die Berge von Reichtum für andere auftürmen und dafür mit einer grauen, langweiligen und erbärmlichen Existenz für sich selbst bezahlen.
Ich glaube, daß es keinen wirklichen Wohlstand, sozialen Wohlstand, geben kann, solange er menschliches Leben kostet - junges Leben, altes Leben, und entstehendes Leben.
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gruss
guan