"Komm, wir foltern mal ein bisschen!"
Wer viel Geld besitzt, hält nun ab heute den Quasi-Freibrief dazu in der Hand, ein bisschen herumfoltern zu können (dies jedoch immer noch nicht zu dürfen)! Und falls es doch einmal rauskommen sollte, dann tut es nur dem Opfer wirklich weh. Die eventuelle Geldstrafe wird dann wahrscheinlich ohnehin gering genug ausfallen - sich auf dieses Urteil berufend -, um Folter mal eben fix aus der Portokasse begleichen zu können. In Wahrheit ist das also wieder nur die "Demokratie des Geldes"...
Daschner wird also nicht zum "Unwort des Jahres" (das geht bei Personen eigentlich nicht sollte man meinen, aber seit Hartz IV bin ich mir da nicht mehr so sicher...), zumindest jedoch könnte dieser wohl zur "Unperson des Monats" gekürt werden. Wenn... ja, wenn nicht in den verbleibenden 11 Tagen dieses ausgehenden Jahres mit der stoischen Holprigkeit der Politiker zu rechnen wäre, um diesen Platz garantiert noch besetzen zu lassen! Mal sehen, ob ich damit recht behalte, denn die neuen Folter-Instrumente des Systems sind der sozialverträgliche Abbau von Grundrechten oder die tiefgreifende Bestechlichkeit in Verwaltung, Politik & Wirtschaft. Und dafür würde es sich schon lohnen, die Folterstrafe wieder einzuführen, wenn... ja, wenn sie nicht ausdrücklich verboten wäre...
Den Spiess einmal umgedreht:
"Gell, Herr Daschner? Sie auf der Streckbank zu sehen, das würde doch ein Mordsgaudi geben, oder? Und wenn das noch live übertragen werden würde, könnte das zum medialen Highlight avancieren - 'Folter-TV' oder 'Foltern für Deutschland', stimmts Herr Daschner? Aber da liesse sich bestimmt noch das eine oder andere auch für Sie durchsetzen! 'Kitzeln' wäre beispielsweise solch eine adäquate Art, um Leute wie Sie mal zum Lachen zu bringen, denn wer lacht, der lügt nicht! Aber Vorsicht: Es sollen sich doch tatsächlich schon einige totgelacht haben, jedoch bewiesen wurden diese Methodik noch nie. Oder ein moderner Pranger auf dem Römer? - Gell, Herr Daschner, wäre das nicht etwas für Sie? Aber lassen Sie sich doch ruhig auch mal 'auf die Folter spannen', was noch so alles möglich wäre, damit sicherheitsverwöhnte Bundesbürger wieder in heimeliger Ruhe schlafen können..." *fg*
Nun, vielleicht kommen wir - mittels einer andersartigen EU-Gesetzbarkeit - ja ohnehin bald in neu-mittelalterliche Zeiten, wo schon das blosse Andersdenken als Hochverrat gilt und diese andersdenkenden Geschöpfe dann wieder legal gefoltert werden dürfen? Zu wünschen wäre dies ganz sicher nicht, allerdings macht das die fundamentale Zementierung der Machtgelüste doch wesentlich einfacher und effizienter. Und wenn Macht unkompliziert ausgeübt werden kann, dann wird das wohl auch so gemacht werden. Beispiele für subtile Folter gibts ja auch schon so einige, wie die 'moderne Zwangsarbeit', 'Erhebung von nicht gerechtfertigten Kommunal-Gebühren' und noch ganz andere Nettigkeiten...
Und, hey! Da fällt mir doch gerade ein, dass ich ja auch noch über einen Keller verfüge. Diesen könnte man - zwecks besserer Nutzbarkeit - ja mal mit den entsprechenden Gerätschaften (die erst noch gebastelt werden müssten) ausrüsten. Nur leider ist mein Keller etwas zu klein, weshalb der weiträumigere und gemeinschaftlich ungenutzte Dachboden dann doch vorzuziehen wäre. Dort könnte man also die lauten Nachbarn auf die Streckbank binden oder auch mal die Freundin in Ketten legen. *g* Oder man könnte auch mal sein 'Fallmanagment' zu sich nach Hause einladen, um die gegebenen Örtlichkeiten überprüfen zu lassen. Und bei dieser Gelegenheit liessen sich die Funktionalitäten der Kasematte ausgiebigst austesten, damit anschliessend die verschiedenen Gerätschaften professionell in Serienproduktion gehen können. - Aber man könnte doch auch gleich mal zur 'Kaffeefahrt' auf die Fragstatt in Regensburg einladen, da steht doch alles noch bereit... ;o)
Und wer mehr Informationen zu Folter benötigt, wie man was bauen könnte, sollte doch das Internet befragen und sich die 'Anleitungen zum Eigenbau' auf die heimische Platte ziehen. Ich bin mir sicher: Da ist bestimmt noch der eine oder andere Spielraum vorhanden... *g*
Aber zurück zum bekennenden "Folterknecht" namens Daschner:
Das eigentliche Desaster deutscher Rechtssprechung besteht wieder einmal mehr im "memmenhaften Gebrauch" der Strafgesetzgebung gegenüber Bediensteter, denn so muss man dieses Urteil werten. Die Art der Auslegung ist einer verfilzten Gesellschaft gerecht geworden, in der bereits heute keine klar erkennbare Gewaltenteilung mehr zu finden ist und ein undemokratischer Grundrechte-Abbau auf der Tagesordnung steht. Und warum sollte es also auch bei der "blinden Justicia" anders sein? Richter sind ebenfalls Bedienstete, also Beistehende, und entsprangen eben genau dieser Mitte des Filzes, den sie doch eigentlich zu ordnen gehabt hätten. Aber jeder kennt doch den Spruch mit der einen Krähe und dem Auge der anderen, stimmts?
Heute morgen dachte ich als Realist noch, dass dem nur 8.000 Eucken aufgedrückt werden würden - verdient hätte er allerdings satte 8 Monate ohne Bewährung! Nun ist es also zu einer lächerlichen Verwarnung mit einjähriger Bewährungszeit gekommen, aber wenigstens war das kein direkter Freispruch gewesen (auch wenn es diesem faktisch fast gleichkommt!). In meinen Augen ist das ganz klar zu wenig und viel zu seicht geurteilt worden. Andererseits: Ein Freispruch wäre als eigentlicher Skandal des Jahres 2004 zu werten gewesen!
Fazit: Ein "ehrenwert motiviertes Foltern" ist also noch nicht das Motto dieser Pseudo-Demokratie geworden...
Gucktip: 'Die Wiege der Sonne' im ZDF (am 20.12.2004 um 22.15-0.15 Uhr // mit Sean Connery, Wesley Snipes, Harvey Keitel und Steve Buscemi)
Daschner wird also nicht zum "Unwort des Jahres" (das geht bei Personen eigentlich nicht sollte man meinen, aber seit Hartz IV bin ich mir da nicht mehr so sicher...), zumindest jedoch könnte dieser wohl zur "Unperson des Monats" gekürt werden. Wenn... ja, wenn nicht in den verbleibenden 11 Tagen dieses ausgehenden Jahres mit der stoischen Holprigkeit der Politiker zu rechnen wäre, um diesen Platz garantiert noch besetzen zu lassen! Mal sehen, ob ich damit recht behalte, denn die neuen Folter-Instrumente des Systems sind der sozialverträgliche Abbau von Grundrechten oder die tiefgreifende Bestechlichkeit in Verwaltung, Politik & Wirtschaft. Und dafür würde es sich schon lohnen, die Folterstrafe wieder einzuführen, wenn... ja, wenn sie nicht ausdrücklich verboten wäre...
Den Spiess einmal umgedreht:
"Gell, Herr Daschner? Sie auf der Streckbank zu sehen, das würde doch ein Mordsgaudi geben, oder? Und wenn das noch live übertragen werden würde, könnte das zum medialen Highlight avancieren - 'Folter-TV' oder 'Foltern für Deutschland', stimmts Herr Daschner? Aber da liesse sich bestimmt noch das eine oder andere auch für Sie durchsetzen! 'Kitzeln' wäre beispielsweise solch eine adäquate Art, um Leute wie Sie mal zum Lachen zu bringen, denn wer lacht, der lügt nicht! Aber Vorsicht: Es sollen sich doch tatsächlich schon einige totgelacht haben, jedoch bewiesen wurden diese Methodik noch nie. Oder ein moderner Pranger auf dem Römer? - Gell, Herr Daschner, wäre das nicht etwas für Sie? Aber lassen Sie sich doch ruhig auch mal 'auf die Folter spannen', was noch so alles möglich wäre, damit sicherheitsverwöhnte Bundesbürger wieder in heimeliger Ruhe schlafen können..." *fg*
Nun, vielleicht kommen wir - mittels einer andersartigen EU-Gesetzbarkeit - ja ohnehin bald in neu-mittelalterliche Zeiten, wo schon das blosse Andersdenken als Hochverrat gilt und diese andersdenkenden Geschöpfe dann wieder legal gefoltert werden dürfen? Zu wünschen wäre dies ganz sicher nicht, allerdings macht das die fundamentale Zementierung der Machtgelüste doch wesentlich einfacher und effizienter. Und wenn Macht unkompliziert ausgeübt werden kann, dann wird das wohl auch so gemacht werden. Beispiele für subtile Folter gibts ja auch schon so einige, wie die 'moderne Zwangsarbeit', 'Erhebung von nicht gerechtfertigten Kommunal-Gebühren' und noch ganz andere Nettigkeiten...
Und, hey! Da fällt mir doch gerade ein, dass ich ja auch noch über einen Keller verfüge. Diesen könnte man - zwecks besserer Nutzbarkeit - ja mal mit den entsprechenden Gerätschaften (die erst noch gebastelt werden müssten) ausrüsten. Nur leider ist mein Keller etwas zu klein, weshalb der weiträumigere und gemeinschaftlich ungenutzte Dachboden dann doch vorzuziehen wäre. Dort könnte man also die lauten Nachbarn auf die Streckbank binden oder auch mal die Freundin in Ketten legen. *g* Oder man könnte auch mal sein 'Fallmanagment' zu sich nach Hause einladen, um die gegebenen Örtlichkeiten überprüfen zu lassen. Und bei dieser Gelegenheit liessen sich die Funktionalitäten der Kasematte ausgiebigst austesten, damit anschliessend die verschiedenen Gerätschaften professionell in Serienproduktion gehen können. - Aber man könnte doch auch gleich mal zur 'Kaffeefahrt' auf die Fragstatt in Regensburg einladen, da steht doch alles noch bereit... ;o)
Und wer mehr Informationen zu Folter benötigt, wie man was bauen könnte, sollte doch das Internet befragen und sich die 'Anleitungen zum Eigenbau' auf die heimische Platte ziehen. Ich bin mir sicher: Da ist bestimmt noch der eine oder andere Spielraum vorhanden... *g*
Aber zurück zum bekennenden "Folterknecht" namens Daschner:
Das eigentliche Desaster deutscher Rechtssprechung besteht wieder einmal mehr im "memmenhaften Gebrauch" der Strafgesetzgebung gegenüber Bediensteter, denn so muss man dieses Urteil werten. Die Art der Auslegung ist einer verfilzten Gesellschaft gerecht geworden, in der bereits heute keine klar erkennbare Gewaltenteilung mehr zu finden ist und ein undemokratischer Grundrechte-Abbau auf der Tagesordnung steht. Und warum sollte es also auch bei der "blinden Justicia" anders sein? Richter sind ebenfalls Bedienstete, also Beistehende, und entsprangen eben genau dieser Mitte des Filzes, den sie doch eigentlich zu ordnen gehabt hätten. Aber jeder kennt doch den Spruch mit der einen Krähe und dem Auge der anderen, stimmts?
Heute morgen dachte ich als Realist noch, dass dem nur 8.000 Eucken aufgedrückt werden würden - verdient hätte er allerdings satte 8 Monate ohne Bewährung! Nun ist es also zu einer lächerlichen Verwarnung mit einjähriger Bewährungszeit gekommen, aber wenigstens war das kein direkter Freispruch gewesen (auch wenn es diesem faktisch fast gleichkommt!). In meinen Augen ist das ganz klar zu wenig und viel zu seicht geurteilt worden. Andererseits: Ein Freispruch wäre als eigentlicher Skandal des Jahres 2004 zu werten gewesen!
Fazit: Ein "ehrenwert motiviertes Foltern" ist also noch nicht das Motto dieser Pseudo-Demokratie geworden...
Gucktip: 'Die Wiege der Sonne' im ZDF (am 20.12.2004 um 22.15-0.15 Uhr // mit Sean Connery, Wesley Snipes, Harvey Keitel und Steve Buscemi)